Bars

GMP Konferenzen & Seminare

Zurück

1.-3. September 2026

Sprecher


Ulrich Bieber, Ehem. Boehringer Ingelheim GmbH & Co. KG
Dr. Norbert Dinauer, Ehem. MYR Pharma
Holger Fabritz, VeriQum
Klaus Feuerhelm, Regierungspräsidium Tübingen
Stephan Reuter, OPTIMA pharma

Zielsetzung


Die Aufgaben für Mitarbeiter/innen in der Technik sind mannigfaltig, die GMP-Vorgaben zahlreich, die Anzahl an Guidelines mit konkreten Umsetzungsvorgaben allerdings gering. Um hier bestehen zu können, ist das ganzheitliche Verstehen des GMP-Gedankens erforderlich, wie auch das Verstehen der eigenen Prozesse und die Kenntnis des aktuellen Stands der Technik.
 
Das vorliegende Intensivseminar gibt einen Überblick über die GMP-Vorgaben und deren Umsetzung in der Technik und vermittelt die erforderlichen Kenntnisse, um im technischen Umfeld kompetente/r Ansprechpartner/in zu sein. Deshalb eignet sich dieses sehr umfangreiche Fortbildungsprogramm für Mitarbeiter/innen der pharmazeutischen Industrie, wie auch den technischen Dienstleistern, Anlagenbauern und -lieferanten. Der Kurs spannt einen Bogen um Herstellprozesse, Projektmanagement, Details zu Anlagen und Räumlichkeiten, Qualifizierung und QS-Aspekten in der Technik und gibt somit das nötige Rüstzeug für die alltäglichen Routine- oder speziellen Projektaufgaben.
 
Die Reihenfolge, in der Block 1 und 2 besucht werden, ist nicht vorgegeben.

Hintergrund


Di., 01. Sept. 2026, 9:00-18:00 Uhr
Mi., 02. Sept. 2026, 8:30-18:00 Uhr
Do., 03. Sept. 2026, 8:30-16:00 Uhr

Zielgruppe


Dieser Intensivkurs richtet sich an Mitarbeiter/innen der pharmazeutischen Herstellung, an Techniker/innen, Ingenieure/innen, Planer/innen und Anlagenbauer/innen, die in ihrer täglichen Arbeit mit Aufgaben der pharmazeutischen Technik betraut sind.

Programm


TEIL 1: REGULATORISCHE ANFORDERUNGEN
 
Einfluss der GMP-Regelwerke auf die Technik
  • AMWHV
  • EU GMP und Annexe
  • PIC/S & WHO
  • FDA – Guide to Inspections/CFR
  • PDA / ISPE / GAMP
TEIL 2: DOKUMENTATION
 
Dokumentation nach EU-GMP
  • Dokumententypen
  • Formale Anforderungen an Dokumente
  • Inhalte von Dokumenten
  • Mängelbeispiele
WORKSHOP 1: GMP-GERECHTE DOKUMENTATION
Inspektionen finden zu größtem Teil nicht im Betrieb, sondern im Büro statt. Abläufe, Vorgabedokumente und deren Einhaltung werden anhand von Dokumenten überprüft. Dies gilt auch für den Bereich Technik. Bei dieser praktischen Übung lernen Sie Fehler in technischen GMP-Dokumenten zu finden und damit zu vermeiden.
 
TEIL 3: ANLAGENDESIGN
 
GMP-gerechter Anlagenbau
  • Materialien
  • Oberflächen
  • Behälter
  • Rohrleitungen
  • Dichtungen
  • Armaturen
WORKSHOP 2: ANLAGENDESIGN
Das GMP-gerechte Design einer Produktionsanlage ist Inhalt des zweiten Workshops. Anhand von Beispielen lernen Sie, wie Anlagen für eine gegebene Prozessführung auszulegen sind und dies hinsichtlich Kosten kritisch zu hinterfragen.
  • CIP gerechtes Design
  • Kritikalität und Risikoabschätzung
  • Double Block and Bleed Konzept
TEIL 4: QUALIFIZIERUNG
 
Validierung / Qualifizierung
  • Einführung / Überblick
  • Regulatorischer Hintergrund / Ziele
  • Validation Master Plan
WORKSHOP 3: IMPACT ASSESSMENT
Zu jeder Prozesskette ist es notwendig, die Systeme mit Qualitätseinfluss (Quality Impact) zu identifizieren und die dazugehörigen Validierungsschritte zu spezifizieren. In diesem Workshop erhalten Sie Einblick in typische Ausrüstungslisten von pharmazeutischen Herstellungsbereichen und führen im Team eine systematische Bewertung des Equipments durch. In der Rolle des Validierungsleiters diskutieren, bewerten und entscheiden Sie über den Qualitätseinfluss. Ihre Arbeitsergebnisse bilden ein typisches Arbeitspaket auf dem Weg zu einer geeigneten Qualifizierungs-/Validierungsstrategie.
 
Risikoanalyse
  • Zielsetzung und praktische Durchführung
  • Direct Impact, Indirect Impact, No Impact
  • Beispiele
WORKSHOP 4: USER REQUIREMENT SPECIFICATION (URS) / RISIKOANALYSE
Die Risikoanalyse ist das zentrale Element in der Planung einer Anlage und wird zum wesentlichen Wegweiser in der Qualifizierung. Im vierten Workshop werden die Benutzeranforderungen (URS) aufgestellt und darauf aufbauend die Erstellung einer Risikoanalyse erläutert und geübt.
 
Lastenheft (URS) und Pflichtenheft (FDS)
  • Hinweise zur Erstellung
  • Bedeutung in der Qualifizierung
Design Qualification (DQ)
  • Beschreibung / Ziele
  • Ausführungsmöglichkeiten DQ
  • Beispiele
Werksabnahme (FAT) und Leistungsfahrt beim Anlagenbetreiber (SAT)
  • Beschreibung / Ziele der einzelnen Phasen
  • Beispiele
Installation Qualification (IQ), Operational Qualification (OQ), Performance Qualification (PQ)
  • Beschreibung / Ziele und Abläufe der einzelnen Qualifizierungsphasen
  • Qualification vs. Commissioning
TEIL 5: ROUTINEBETRIEB
 
Wartung & Kalibrierung
  • Wartung und Instandhaltung im Lebenszyklus einer Anlage
  • Systematik einer vorausschauenden Wartung
  • Festlegung von Wartungs- und Kalibrierzyklen
  • Kalibrierung durch Dienstleister
  • Kalibrierabweichungen
  • Dokumentation von Kalibrierergebnissen
Technischer Change Control & Umgang mit Störungen und Abweichungen
  • Regulatorische Aspekte
  • Anforderungen an ein Change Control System
  • Zusammenhang zwischen Wartung und Change Control
  • Klassifizierung von Änderungen
  • Klassifizierung von Abweichungen
  • Zusammenhang zwischen Störungen und CAPA
  • Auswirkungen von technischen Abweichungen


Veranstaltungsort
Intercity Hotel Heidelberg
Kurfürsten-Anlage 81
69115 Heidelberg
+49 6221 18810
heidelberg@intercityhotel.com

Concept Heidelberg hat eine limitierte Anzahl an Zimmern in den Konferenzhotels reserviert. Sie erhalten nach Ihrer Anmeldung ein Reservierungsformular oder einen Reservierungslink. Reservierungen laufen direkt über das Hotel. Es wird eine frühzeitige Reservierung empfohlen.

Teilnahmegebühr
€ 1.990,-
Preis zzgl. MwSt. Zahlung nach Erhalt der Rechnung.
Bei gleichzeitiger Buchung beider Blöcke sparen Sie € 300,-.

Präsentationen / Zertifikat
Die Präsentationen für diese Veranstaltung stehen Ihnen vor und nach der Veranstaltung zum Download und Ausdruck zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass vor Ort keine gedruckten Unterlagen ausgegeben werden und dass Sie auch keine Möglichkeit haben, die Präsentationen vor Ort zu drucken. Alle Teilnehmer/innen erhalten im Anschluss an das Seminar ein Teilnahmezertifikat zugesandt.

Kontaktpersonen:
Fragen zum Inhalt:
Herr Dr. Robert Eicher, +49 6221 84 44-12, eicher@concept-heidelberg.de
Fragen zur Organisation:
Herr Rouwen Schopka, +49 6221 84 44-13, schopka@concept-heidelberg.de